Staycation Reisetagebuch Teil 2: London is calling

Verreisen wird in diesem Jahr etwas anders sein, als wir es in letzten Jahren gewohnt waren: Destination aussuchen, buchen und tschüss Alltag sagen, so einfach geht es leider nicht mehr. Wir müssen mit Zimmerknappheit und Auflagen in den Feriengebieten rechnen. Wer nicht gerade Dauercamper oder ein Ferienhausbesitzer ist, muss manchmal zu Hause bleiben. Aber, wenn wir nicht in die Welt können, dann entdecken wir die Welt in unserer Stadt. Sue macht eine Staycation-Weltreise durch Hamburg. In ihrem Reisetagebuch schreibt sie darüber. Der zweite Stopp: London.


Liebes Reisetagebuch,

heute geht es in der Früh zur Queen an die Themse. Diesmal reicht eine kleine Reisetasche. Das muss für einen Tagestripp reichen. Standesgeäß geht es in meinen Minicooper erst einmal Richtung Hauptbahnhof, denn dort hinter dem Spiegel-Gebäude in der Speicherstadt liegt London. Der rote Klinker, die Elbe und das diesige Wetter erinnern an Englands Hauptstadt. In den 60´erJahren wurden hier die Edgar-Wallace-Filme gedreht. So britisch wirkt das UNESCO Weltkulturerbe.

In „normalen“ Zeiten, bekommt man hier keinen Parkplatz und Touristenströme bevölkern den weltgrößten historischen Lagerhauskomplex.  Aber heute ist es gespenstisch leer und die frühe Sonne spiegelt sich auf dem Kopfsteinpflaster.

https://youtu.be/sv0O2WAhxwM


Die dicken Linden am Wasserschlösschen, einem Tee-Kontor, rauschen. Die Schwalben surren laut über meinen Kopf, so dass ich meine Gedanken kaum hören kann. Zum Glück ist Knuth an meiner Seite und navigiert mich durch die Kanäle. Er kennt sich in diesem Labyrinth aus alten Speichern, Brücken und Kanälen aus. Er darf mich den lieben langen Morgen über die Brücken jagen.

Die Sonne scheint, aber es sind nur acht feuchte Grad. Es ist arschkalt. Die Eisheiligen und ich im Queen-Elisabeth-Look, leider ohne Ski-Unterwäsche. Das klare „Herbstwetter“ passt mir gar nicht, ich hatte mir ausnahmsweise einen blickdichten und mystischen Jack-the-Ripper-Nebel gewünscht.  Aber so ist es natürlich für unsere SoSUE Styles viel besser. Der graue Trenchcoat kommt hinter den Stahlträgern der Brücken erst so richtig zur Geltung.

Für Fotos muss ich über das Kopfsteinpflaster springen und ruiniere mir das erste Paar Highheels. Dazu habe ich die Songs der Beatles im Kopf. Es wundert mich nicht, dass sie sich damals auf der Reeperbahn, in der Nähe des Hafens, sofort heimisch gefühlt haben.

Ich werde übermütig und klettere mit meinen Chucks auf einen Brückenbogen. James Bond lässt grüßen. Knuth hat ein wenig Angst, ich könnte in die Elbe fallen, aber ich bin schwindelfrei und für ein schönes Urlaubsfoto tue ich fast alles. „Keep calm and carry on!“ sage ich zu Knuth.

Die Kälte macht uns hungrig. Gerne würden wir jetzt ein kräftiges Frühstück essen. Aber alles hat geschlossen, wir werden daran erinnert, dass wir in Zeiten einer Pandemie leben: Kein heißer Ceylon Tee. Kein kräftiges Frühstück mit Hash Browns und Sausages. Keine Fish and Chips. Dafür aber ein schneller Lift zum Auto auf Knuths Drahtesel.

Dieser Ausflug war wieder sehr schön. Das nächste Mal geht es hoffentlich wieder in wärmere Gefilde. Cheerio London Town!

Stay tuned – und lasst euch überraschen, wo Sue noch hinreist. Mehr im „Staycation-Tagebuch“ hier auf diesem Kanal


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