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Mit dem Wohnmobil und Kindern durch Deutschland

Seit ich Valeska über ihren Account „Mother of six dragons“ entdeckt habe, ist mein kulinarisches Leben um einiges reicher. Ja, ich habe dank ihr sogar wieder richtig Lust aufs Kochen bekommen. Vor allem ihre Spinatrolle und der „Milchreis Montag“ laden zum Mitessen ein. Als sie dann letztes Jahr mit ihrer Familie (6 Kinder und ein Mann) in ein Wohnmobil stieg und eine Tour durch Deutschland und die Schweiz machte, konnte ich es morgens kaum erwarten, ihre Erlebnisse und Eindrücke auf den Stories mitzuerleben. Schon lange ist so ein Roadtrip in einem fahrenden „Mobilhome“ mit Kind und Kegel ein heimlicher Wunsch von mir und leider habe ich den Slot verpasst, als meine Kids mir noch bedingungslos und ohne zu murren folgten. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir das eines Tages machen. Jedenfalls liege ich Valeska seit dieser Zeit in den Ohren, ihre Erlebnisse für uns aufzuschreiben. Aber mit 6 Kindern ist immer viel Trubel und wenig Zeit. Jetzt, pünktlich zum Ferienbeginn hat es doch noch geklappt. Tausend Dank liebe Valeska und viel Freude beim Lesen.


„Wenn wir mal Kinder haben, machen wir es wie die Aussis im Bulli neben uns. Einfach die Kids und Surfbretter einpacken und los gehts.“ Freiheit, Wellenrauschen und Sand an den Füßen. Nach meinem Abi haben der Hubby und ich ein halbes Jahr dieses so verrückte Gefühl genossen. Wenn uns der Spot nicht mehr gefallen hat, wir eine andere Stadt sehen wollten, sind wir einfach weitergefahren. Nur „wir“ mit der Verantwortung für uns. Meist mit einem Café au Lait oder Galão in der Hand, coolen Menschen um uns herum, dem Meer im Blick und dem Gefühl, dass uns niemand diese Spontaneität jemals nehmen wird. Dann kam der Moment, in dem Kopf und Geist nach neuem Input verlangten und wir in den Alltag zurückgekehrt sind. Man darf sich nichts vormachen, die Maschinerie des Alltags lässt nicht immer diese gewünschte Freiheit zu, die man sich doch immer erhalten wollte.

Plötzlich gab es im letzten Jahr das Gefühl, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist und an dem wir spontan entschieden haben, ein Wohnmobil zu leihen, mit Schmetterlingen im Bauch und nur vier Kindern im Gepäck einfach loszudüsen. 
Wir haben uns für ein Modell entschieden, das ein kleines feines Badezimmer, einen großen Gepäckraum, ein großes festes Bett im hinteren Teil des Wohnmobils und eins über der Fahrerkabine zum Hochklappen hatte. Außerdem hätte man die Sitze und den Tisch noch zum Schlafplatz umbauen können, darauf konnten wir verzichten. Fahrradträger und eine gut ausgestattete Küche waren für uns auch wichtig. Geschirr, Tisch und Stühle konnte man dazu buchen, würde ich auch sehr empfehlen. Wir haben unsere Räder mitgenommen, dann kann man vor Ort das große Gefährt stehenlassen und entspannt Orte und Städte erkunden.

Der Weg ist das Ziel oder das Ziel der Weg und wir waren gespannt, wohin die Reise geht. Wir haben im Vorfeld keine Plätze gebucht, wollten in unserer Freiheit nicht beschnitten werden. Vielleicht in der Hauptsaison nicht der beste Plan. Die schönen Orte sind dann meist weg. Wir hatten aber immer viel Glück und haben kleine feine Campingplätze gefunden. TIPP: Anrufen! Mails werden nicht so schnell bearbeitet wie ein freundlicher Anrufer.


Unsere Route:
Köln - Schaffhausen - Vierwaldstätter See (leider war der Pass nach Italien noch zu) - Lüttich - Freiburg - Kaiserstuhl - Speyer - Köln 

Wir haben einen großen Einkauf mit Basics gemacht, ansonsten in kleinen Hofläden unterwegs frisches Obst und Gemüse gekauft. Die Schweiz ist natürlich nicht ganz günstig, aber frische Weggli und Buerli zum Frühstück müssen sein (meist muss man diese am Vorabend an der Rezeption des Campingplatzes bestellen).

Für mich persönlich war die Vorstellung, dass wir öffentlichen Toiletten und Duschen nutzen müssen, nicht gerade verlockend, aber die sanitären Anlagen waren auf allen Plätzen sehr gepflegt und sauber. Unsere Campingtoilette war aber für die kleinen Mädels vor allem abends, wenn die Schlafanzüge schon angezogen waren, eine gute Lösung.

Wenn ihr euch im Alltag nicht ertragen könnt, solltet ihr euch überlegen, ob diese Enge die richtige Reiseform für euch als Familie ist. Wir hatten die ganze Zeit sehr gutes Wetter, konnten uns draußen aufhalten und haben uns nur zum Schlafen ins Wohnmobil begeben. Es gibt aber auch Regentage - da sollte man sich mögen!

Was ich euch rückblickend aus der Erfahrung unserer Tour sagen kann: 
Verlasst eure Komfortzone, reduziert euch auf ein Minimum, sonst versinkt ihr im Wohnmobil im Chaos, verwendet nur wenig Wasser, 100 Liter sind schnell verbraucht (sonst hat man morgens keins mehr für den Kaffee oder den abendlichen FAK-Tee), packt euch warme Decken ein, in den Bergen wird es nachts kühl, auch wenn die Sonne einen tagsüber schwitzen lässt. Motiviert eure Kinder, auch wenn sie so gar keinen Bock mehr haben, noch eine Runde zu drehen und ihr werdet mit ein bisschen Glück am Ende des Tages mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. 


Unsere Stellplätze

-Langwiesen in der Nähe vom Rheinfall von Schaffhausen direkt am Rhein. Wunderschön gelegener kleiner Campingplatz, mit einem schönen Wasserspielplatz für die Kinder. Von dort aus sind wir am Rhein entlang bis zum spektakulären Wasserfall gefahren. Dort sollte man unbedingt die kleine Bootstour buchen und sich das Naturspektakel aus der Nähe anschauen.

Bild: @https://www.camping-schaffhausen.ch/camping/
Ferienhof Rüti in Morschach - kultiger Stellplatz mit herrlicher Panoramasicht, einer Liegewiese, Feuerstelle, einem schönen Spielplatz für die jüngeren Kinder, einem süßen Baumhaus und vielen Tieren. Hier gibt es einen Kiosk mit Brötchenservice, man sollte Vorräte mitbringen, da kein Supermarkt in unmittelbarer Nähe ist.

Bild: http://www.ferienhof-rueti.ch/
Camping Hirzberg in Freiburg - perfekte Ausgangslage direkt an der Dreisam und einer kleinen feinen Bioauswahl an Lebensmitteln, Brötchen-Service und sogar Frühstücksbuffet. Im Gasthaus Stahl kann man köstlich direkt am Campingplatz draußen im Biergarten essen und nach einem erfüllten Tag den Abend ausklingen lassen.

Bild: https://www.freiburg-camping.de/

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Mit der App "Park4Night" findet man wunderschöne Stellplätze für den nächsten Roadtrip! (Unbeauftrage Werbung)


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