Einfach Mensch werden

 

Kiki Frericks bezeichnet ihr Leben als eine Reise mit strahlenden Momenten und mit inspirierenden Begegnungen. Über 20 Jahre arbeitete Kiki als Beraterin und Freelancerin mit Kreativagenturen und Filmproduktionen zusammen und war damit in einer der aufregendsten Branchen zu Hause. Für diese Reise braucht man Offenheit für das Neue. Genau diese Neugier hat sie bereits 2005 bewogen, Ausbildungen in den Bereichen Massage, Reha- und Gesundheitssport und Yoga zu beginnen. Weitere Qualifikationen folgten. Heute richtet Kiki ihren Blick auf die Kombination des Ganzheitlichen. Die Erfahrung und Expertise verschiedener Ansätze verknüpfen zu können, ist für sie selbst eine große Bereicherung und zeichnet auch ihre Arbeit aus. Ihr Studio versteht sich als Raum für ganzheitliche Körpertherapie - Kiki. Studio for Holistic Bodywork. Alles ist miteinander verbunden, nichts wird losgelöst voneinander betrachtet. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen bei klassischen Massagetherapien, Lomi Lomi Bodywork, Gua Sha Facetreatments, Access Bars© und Access Facelift©, Breathwork und Entspannungstherapie, Vinyassa Flow Yoga und Yin Yoga. Einmal in der Woche gibt es Termine für Menschen mit Demenz und MS - eine besondere Herzensangelegenheit. Ihr lichtdurchflutetes Studio befindet sich im Hamburger Stadtteil Eppendorf, direkt am Eppendorfer Baum. Im Alstertal gibt es einen weiteren Praxisraum. Kiki arbeitet mit Privatpersonen und Firmenkunden zusammen und begleitet sie auf Anfrage weltweit auf Reisen, zu Seminaren oder wo auch immer sie gebraucht wird. Sie kooperiert mit Ärzten, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Osteopathen und Physiotherapeuten, Heilpraktikern, Psychotherapeuten, Verhaltens-, Burnout-, Kinder- und Jugendcoaches und Personal Trainern

 

Wie bist du zum Yoga, zur Meditation, zur Massage gekommen?

Da gibt es zwei verändernde Lebensabschnitte die mich zu meinem heutigen Tun führten. Der erste große und wohl bedeutendste Abschnitt war, als ich Mutter eines Frühchens wurde. Wir waren damals als Eltern unglaublichen Gefühlen ausgesetzt und unser Sohn (heute 18 und im U18 Hockeykader beim HTHC) wurde über eine lange Zeit mit unterschiedlichen Körpertherapien begleitet. Da war ich natürlich als Mutter unfassbar nah dran und konnte von Woche zu Woche die Fortschritte sehen. Ich war gefesselt von der Arbeit dieser Menschen. Das entfachte großes Interesse an diesen Dingen. Zum Yoga kam ich schon in den 90er Jahren. Aber in dieser besonderen Lebensphase war ich wohl ein sehr aktiver Yogi. Das intensive Praktizieren sorgte dafür, dass ich in dieser aufreibenden Zeit in meiner Mitte bleib. Als wir alle aus dem Klinikalltag entlassen wurden, begann ich erste Aus- und Fortbildungen, das war 2003. Parallel arbeitete ich nach der Babypause aber mit beiden Berufen und Berufungen. Ich kann ja nicht sagen, dass mir die Werbung keinen Spaß gemacht hat. Der zweite große Abschnitt kam kurz vor Corona. Ich ging nach vielen Jahren als Freelancer wieder in die Festanstellung. Bereits nach ein paar Monaten fühlten wir uns gegenseitig nicht stimmig, das gab es bei mir noch nie, irgendwie ruckelte es sich immer zurecht. Dass etwas nicht nach Plan lief, machte mir Angst. Ich reiste an meinen Kraftort und begann über mein Leben und meinen Beruf nachzudenken. Zwei Menschen gaben mir den Impuls, nun endlich einhundert Prozent meiner Berufung mit der Körperarbeit zu folgen. Ich bereitete mich vor und sprang mitten in der ersten Coronawelle ins kalte Wasser und gründete kiki. Studio for Holistic Bodywork. Ich liebe es, Menschen zu berühren und mit der Kraft und Energie meiner Hände an Körpern zu arbeiten. Darüber hinaus Yoga in meinen Arbeitsalltag zu integrieren macht mich sehr glücklich. Das Unterrichten bereitet mir heute so große Freude, dass ich selbst immer ganz beseelt aus meinen Yogastunden komme.

Warum glaubst du ist es so wichtig, mit dem eigenen Körper in Verbindung zu stehen?

Ich glaube fest daran, dass man ein langanhaltend glückliches und gesundes Leben nur dann führen kann, wenn man immer mal wieder inne hält, in sich hineinhorcht, sich spürt, sich erdet und in seine Wahrheit kommt. Das verstehe ich unter „mit dem eigenen Körper in Verbindung zu stehen“. Das bedeutet aber auch Mut zu haben, hinzuschauen, aufzulösen, loszulassen, sich zu entwickeln, zu verändern, zu wachsen. Wie heißt es so schön: Körper, Geist und Seele müssen im Einklang stehen. Da ist was Wahres dran. Manche Menschen verlieren sich im Alltag, im Job, mit der Familie, in diesen Zeiten noch viel häufiger. Durch meinen Beruf bin ich Körpern und den Menschen sehr nah. Und ich habe eine Begabung, dass ich schnell Dinge spüren kann, nicht nur auf körperlicher Ebene sondern auch in der Aura eines Menschen. Vieles öffnet sich, viele lassen los und teilen sich mit. Ich liebe meine Arbeit, weil ich Menschen durch eine bessere Verbindung mit ihrem Körper zu einem stärkeren, inneren Bewusstsein, zu mehr Zufriedenheit und mehr Resilienz verhelfen kann.

 

Was ist der Unterschied zwischen deinem Verständnis von ganzheitlicher Körperarbeit - der Holistic Bodywork - und sagen wir, Wellness?

Mein Ansatz ist es, mit ganzheitlicher Körperarbeit Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, Körper, Seele und Geist wieder in Einklang zu bringen und in ihrem Wohlbefinden und in ihrer Widerstandskraft zu stärken. Kein Tag ist wie der andere. Ich erfasse den Ist-Zustand meiner Kunden und entwickele meine Arbeit aus einer Verbindung von Intuition, Erfahrung und Methodik, egal ob als festes Ritual oder als einen besonderen Moment. Wir entscheiden oft erst in meinem Raum, was mein Gegenüber genau jetzt braucht. Manchmal ist es eine Lomi Lomi Massage, manchmal eine Atemstunde, ein Gespräch oder alles zusammen. Darüber hinaus befinden sich in meiner Community Kollegen, die ebenfalls ganzheitlich denken und arbeiten. Menschen, die wie ich ihre Berufung im ganzheitlichen Arbeiten gefunden haben und ihre Lebenserfahrung, ihre Persönlichkeit, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Leidenschaft mit anderen Ansätzen dann mit einbringen, falls nötig. Mit diesen Menschen arbeite ich oft zusammen. Entweder ein Patient von ihnen wird mit meinem Bodywork unterstützt oder umgekehrt. Wellness ist da vielleicht ein wenig oberflächlicher und sagen wir einfacher. Man geht in die Saune, bucht eine Massage, geht wieder nach Hause, selbstverständlich auch mit einem wohligen und entspannten Grundgefühl. Bei mir kann man das auch, aber wer eben den ganzheitlichen Ansatz möchte, kommt eher zu mir. Gelegentlich entwickelt sich das aber auch. Jemand bucht eine ganz einfache Massage oder eine Yogastunde und es entsteht daraus eine längerfristige Verbindung.

Mit welchen Anliegen kommen Kunden zu dir?

Oh das ist ganz unterschiedlich. Auf der einen Seite behandle ich ja private Kunden, und ich arbeite aber auch für Firmen, ich behandle Kinder ab 3 Monaten, meine älteste Stammkundin ist schon 84. Ich habe Kunden, die auf Mallorca oder in der Schweiz leben und immer wenn sie in Hamburg sind, zu mir kommen. Ich habe Menschen bei mir, die ganz einfach eine gute, nachhaltige Auszeit brauchen, ich habe aber auch Kunden mit Burnout, Panikattacken, Depression, Tinnitus, Trauer, Liebeskummer oder Prüfungsangst. Hier arbeite ich meist im Team mit anderen Therapeuten oder Ärzten. Bei den Firmenkunden ist das etwas anders. Tolle Chefs und gute Personaler binden die Körperarbeit in ein Mitarbeiterprogramm ein, sozusagen als betriebliche Gesundheitsvorsorge. Hier bin ich entweder einmal pro Woche an einem festen Tag in deren Firma, und jetzt im Homeoffice kommen die Mitarbeiter meiner Auftragsfirmen zu mit ins Studio. Da ich gelegentlich auch in zwei führenden Hotels der Stadt arbeite, oder im Robinson Club (dort biete ich spezielle Themenwochen an, die nächste ist vom 10.-16.2. in Soma Bay), habe ich auch da immer wieder spannende Begegnungen. Und die Arbeit mit meinem Herzensprojekt ist natürlich auch ganz besonders. Ich arbeite einen Tag in der Woche mit an Demenz und MS erkrankten Menschen.

 

 

Was glaubst du, Kiki, macht ein zufriedenes Leben aus?

Ich glaube, Authentizität spielt dabei eine große Rolle dabei. Wenn Du ein authentisches Leben führst, im privaten aber auch im beruflichen Bereich, erfordert das Mut. Mut haben, sich zu zeigen, in seiner ganzen Fülle. Man kann nur zufrieden sein, wenn man das Leben lebt, das man möchte und in dem man sich wohl fühlt, sich spürt, wenn man im Einklang mit sich ist. Wie auch immer wir uns in diesen bewegenden, verändernden Zeiten entscheiden, wir haben die Wahl. Sich selbst zu erfahren und sich weiterzuentwickeln, Leichtigkeit, Freude, Tiefe, innere Einkehr, sich selber spüren, Unsicherheiten und Zweifel erkennen und diese zu äußern oder sich mit diesen zu beschäftigen, all das gehört dazu. Ein zufriedenes Leben fühlt sich ja für jeden anders an, jeder definiert es für sich anders. Jeder muss eben seine Glückseligkeit finden und diese auch von Zeit zu Zeit überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Stillstand wird uns nicht dort hinbringen. Zumindest brauche ich diesen Spirit, dieses Bewusstsein - im innen wie im außen.

Was ist deine Self Care?

Zunächst einmal bin ich natürlich beruflich angekommen und mache das, was mich wirklich glücklich macht. Meine Arbeit empfinde ich als Berufung und Lebensaufgabe und im Einklang mit dieser Kraft lebe und wirke ich. Das ist vermutlich ein großer Teil meiner Self Care. Dann gibt es aber auch noch die private Selbstfürsorge. Mein Tag startet mit einer kleinen Morgenroutine. Ich stehe früh auf und genieße die Ruhe alleine mit meinem Kaffee und meinem Hund. Dann folgt entweder meine eigene Yoga- oder Mediatationspraxis gefolgt von einer kalten Dusche. Ich ernähre mich weitgehend sehr gesund. Ich liebe es, früh durch den Wald zu laufen. Dann sehe ich meinen Sohn erwachsen werden. Das erfüllt mich auch mit sehr viel Liebe und Stolz und Neugier natürlich. Diese neugewonnene Freiheit, Neugier gibt mir auch wieder mehr Raum für mich. Ich mag Menschen um mich, die mir gut tun, die mich inspirieren, die mich wertschätzen oder liebevoll kritisieren. Dadurch entwickle ich mich weiter. Es kommt mehr Tiefe, innere Arbeit und Spiritualität gekoppelt mit Liebe, Leichtigkeit und Freiheit in mein Leben. Und selbstverständlich gehe ich regelmäßig zu meinem Lomi Lomi Bodyworker. Ich liebe die hawaiianische Körperarbeit, die Liebe, die darin steckt. Alles zusammen mag ich und tut mir gut.

Und welche Frage stellst du dir in diesem Leben, jetzt gerade?

Jetzt ist alles möglich. Es sind so viele Dinge aufgebrochen und verändern sich. Ich stelle mir nicht mehr die Frage, wer ich bin. Ich möchte ins Machen kommen, mich weiter entfalteten, in mein bestes Wirken kommen, etwas bewegen. Spannend ist, wer und was wird mir Halt geben und mich erden, wenn ich weiter wachse.

 

Mehr über Kiki erfahrt ihr auf Kiki Studio. Schaut mal rein.

 

Yoga 


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