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Wünsche 2021: Teil 8 - Juliane Rohr

2021 steht vor der Tür. Wir haben ein paar Freunde und das SoSUE Team gefragt, was sie sich im neuen Jahr wünschen. Heute erzählt Juliane Rohr worüber sie sich freuen würde.

Gesundheit, Gelassenheit und Geduld für alle. Themen wie Klimawandel, die fortschreitende Spaltung der Gesellschaft und wachsender Rechtspopulismus beschäftigen mich jedoch auch. Stopp! Reden wir von Kultur, sie ist in Zeiten der Pandemie glücklicherweise nicht im Elfenbeinturm verschwunden. Obwohl sie eher als nicht systemrelevant galt. Doch ohne kUNSt und Kultur wird’s still.

Kunst in Zeiten von C. fand statt: online als Talk oder als digitale Tour durch plötzlich verschlossene Museen und Galerien. Sogar sonst nur wenigen Menschen zugängliche Künstlerateliers wurden via Instagram geöffnet. Kunst kam dank Podcasts und natürlich ganz old school mit Büchern nach Hause. Inspirierte weiter, öffnete neue Perspektiven, entführte in andere Welten und machte das Leben irgendwie leichter. 

Im Juni wurden die Kulturinstitutionen endlich geöffnet und Kunst war wieder analog erfahrbar. Nun sind sie wieder alleine die Bilder, Skulpturen und Installationen. Dass Museen im November wieder schließen mussten, aber Shopping-Malls offen blieben, konnte in der Kunstbranche kaum einer verstehen. Aber das ist ein weites Feld.

Das Jahr mit dem Knacks ist jetzt fast zu Ende. Die neue Dekade, von der wir uns so viel Glänzendes versprochen haben, hat unser Leben mächtig durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt. Neu fokussiert, sortiert und herausgefordert, lernen wir immer besser mit dem neuen Normal zu leben. Empfinden Solidarität und Mitgefühl mit denen, die Covid-19 und ihre Folgen aus der Bahn geworfen hat, nervt oder einfach lähmt.

Mehr neue Formate, die kreativen Kräfte weiter mobilisieren und die 2020 gewonnene Erkenntnis, dass gute Kunst auch vor Ort und lokal (ironischerweise ohne weite Reisen) funktioniert, das wünsche ich mir für 2021. Bitte keine Mails mehr mit der Betreffzeile Verschoben! oder sogar Abgesagt! Zusammen an klugen Konzepten arbeiten und sich noch mehr vernetzen, um Kunst für alle zu erhalten, ist wünschenswert. Auch damit wir sie wieder gemeinsam erleben können. 

Schließlich ist 2021 auch der 100. Geburtstag von Joseph Beuys und der wollte Kunst demokratisieren: Kunst für alle, das war seine revolutionäre Idee. In welchem Raum auch immer. Ja, das mein Wunsch für 2021: Art keeps going.


Juliane ist Journalistin, lebt und arbeitet in Berlin. Sie schreibt mit Leidenschaft über Kunst und Menschen in der Kunst u.a. für n-tv.de. Im Blog kochen, kunst und ketchup bespricht sie monatlich Ausstellungen in Berlin und anderswo. Wer ihr unter jr.artynotes folgt, kann sich auf Instagram von ihren Kunst-Tipps inspirieren lassen.

 


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