Tag der Currywurst

Am 4. September ist wieder der Tag der Currywurst. In diesem Jahr feiert die Lieblingswurst vieler Deutsche ihren 70. Geburtstag. Grundgenug für Redakteur Knuth mal danke zu sagen.

Die Bratwurst flog direkt vom Grill auf den Teller. Danach kam viel Ketchup oben drauf und anschließend wurde sie mit viel Currypulver bestreut. Die Gäste im Kiosk waren begeistert. 1949 servierte Herta Heuwer ihren Kunden in Berlin die erste „Spezial-Curry-Wurst“. Laut Nährwertrechner.de enthält eine 100 Gramm schwere Currywurst inklusive Soße und Currypulver keine Ballaststoffe und besteht überwiegend aus Wasser. Der Rest ist Fett, Salz, Zucker und gesättigte Fettsäuren. Darüber hinaus enthält sie Eiweiß, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin C und Vitamin D. Alles drin, was der moderne Mensch so braucht, um durch den Tag zu kommen, oder was ich brauche, wenn sich mein prähistorisches Ich aus dem Zwischenhirn meldet.

Ich mag Currywurst. Sie schmeckt mir zwischen lauter Elbletten als Luxusversion auf Porzellantellern genauso gut, wie in einem Bahnhofsimbiss, wo ich mir die Wartezeit vertreibe und sie aus einer Pappschale genieße. Herta Heuwer hat das geschafft, woran die meisten TV-Köche scheitern, sie hat ein legendäres Mahl geschaffen, das viele gerne essen. Danke Herta! Danke Currywurst!

Natürlich habe ich auch ein domestiziertes Ich - die jahrelange Arbeit bei Frauenzeitschriften hat Spuren hinterlassen – es meldet sich natürlich sofort nach dem Verzehr. Dann gibt es wieder viel Gemüse und ich kann tagelang vegetarisch essen. Aber wenn der Neandertaler wieder aus der Höhle will, dann weiß Herta, wo sie mich findet.

Foto: Kung Shing - Es war lecker und fast perfekt - das nächst Mal wünsche ich mir eine Holzgabel dazu.

 


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